Puppenhaus im Koffer | DIY Spielwelt zum mitnehmen
Ein Puppenhaus im Koffer ist ein wunderbares DIY-Projekt für Kinder, die gerne in kleine Welten eintauchen. Es eignet sich perfekt für unterwegs, wächst mit dem Kind mit und lässt sich ganz individuell gestalten.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich unser Puppenhaus im Koffer gebaut habe – von der Vorbereitung des Koffers über die Einrichtung bis zu den kleinen Details.
Das Projekt ist nicht schwer, braucht kein perfektes Werkzeug und lässt sich wunderbar abends in kleinen Etappen umsetzen.

Das Grundprinzip des Puppenhaus-Koffers
Die Idee ist einfach: Ein Koffer wird zur tragbaren Mini-Wohnwelt. Innen entsteht ein kleiner Raum, der immer wieder ergänzt oder verändert werden kann.
Materialien & Werkzeuge
Die Basis
- stabiler Koffer (Holz oder Hartpappe)
- Acrylfarbe oder Kreidefarbe für außen
- Pinsel
- Klarlack oder Modpodge (Affiliate Link) zum versiegeln
Innenausbau
- Tapete oder bedrucktes Papier für die Wände
- Bedrucktes Papier oder gedruckte Böden
- Modpodge (Affiliate Link) zum kleben und versiegeln oder alternativ doppelseitiges Klebeband
- Schere, Cutter
- Lineal
Möbel & Details
- Mini-Möbel (Unsere sind primär 3D gedruckt, alternativ kannst du natürlich auch Mini-Möbel aus Holz oder ähnlichem nutzen)
- Stoffreste (für Matratze, Decke und Kissen)
- Küchenschwamm (für Matratze)
- Nadel & Faden oder Nähmaschine
- Wolle und Häkelnadel für einen Mini-Teppich
- Eisstiele für Bilderrahmen
- Draht & Papier für Pflanzen
- Acrylfarbe (Affiliate Link) für kleine Möbel
Wichtig: Du musst nicht alles genauso machen. Das Puppenhaus lebt davon, dass es zu dir und deinem Kind passt.
1. Den Koffer vorbereiten & außen gestalten
Als erstes habe ich den Koffer außen individuell gestaltet. Das ist kein Muss, macht für mich aber viel aus – denn der Koffer ist später Teil des Spiels und darf auch von außen schön sein.
Ich habe ihn in pastellnen Farben angemalt. Zuerst rosa grundiert und nach dem trocknen kleine Details und eine süße Maus darauf gemalt. Da der Koffer ein Spielzeug ist, war mir wichtig dass die Farbe gut hält. Also habe ich alles mit Modpodge versiegelt. So hoffe ich, dass er einige Jahre übersteht 🙂


2. Wände & Böden einkleben
Im nächsten Schritt habe ich den Koffer innen ausgekleidet. Die Tapete habe ich in Canva designed und auf 200g Papier ausgedruckt. Das etwas dickere Papier lässt sich mit Modpodge super verarbeiten, da es sich nicht stark wellt.
Die gleiche Technik habe ich auch in meinem großen Puppenhaus genutzt.
Die Tapete habe ich grob zugeschnitten und eingeklebt – dann die Rundungen passend mit einem Skalpell angepasst. Die gleiche Vorgehensweise habe ich für den Boden wiederholt. Nach dem trocknen habe ich auch die Innenwände und den Boden mit Modpodge versiegelt.Hier empfehle ich, langsam zu arbeiten und alles gut trocknen zu lassen – dann hält es lange.
Schon jetzt beginnt der Koffer, sich wie ein kleines Zuhause anzufühlen.
3. Möbel vorbereiten
Ein Großteil der Möbel ist bei mir 3D-gedruckt.
Du kannst aber genauso gut fertige Mini-Möbel nutzen oder auch selbst Möbel aus Holz oder Pappe bauen. Auch hier findest du weitere Inspiration bei meinem großen Puppenhaus Projekt.
Einen kleinen Schrank aus Holz habe ich in einem Bastelladen gefunden und mit Acrylfarbe und Acrylstiften angemalt, sodass er sich in das Gesamtbild einfügt.
4. Textilien nähen & häkeln
Die Textilien bringen Wärme ins Puppenhaus. Das sind perfekte kleine Abendprojekte. Denn vor allem als Mama schafft man so etwas nicht unbedingt an einem Tag. Solch kleine Projekte sind wunderbar für etwas Kreativität am Abend.
Für meinen Koffer habe ich folgendes selbst gemacht:
Decke und Kissen
Dazu habe ich den Stoff zugeschnitten und auf links zusammen genäht. Im Anschluss habe ich alles umgedreht, mit Watte gefüllt und zugenäht.
Kleine Matratze
Die Matratze für das Bett habe ich aus Küchenschwämmen gebastelt. Dazu habe ich den „schwarzen“ Teil abgeschnitten und die Schwämme entsprechend zugeschnitten, sodass sie perfekt ins Bett passen. Die Schwämme habe ich dann auf ein Stück Karton geklebt und mit Stoffresten verkleidet.
Mini-Teppich
Hierzu habe ich einfach mit etwas Garn und einer Häkelnadel einen kleinen Teppich gehäkelt. Er ist nicht perfekt, bringt aber super viel Charme ins Häuschen.
5. Details
Die Details machen das Puppenhaus lebendig.
Bilderrahmen
Ich habe zwei kleine Bilderrahmen aus Eisstielen gebastelt, angemalt und mit kleinen Minibildern geschmückt. Die Rahmen habe ich dann fest an die Wand geklebt.
Mini Pflanze
Für den wohnlichen, grünen Touch habe ich eine Mini Monstera aus Draht und Papier gebastelt. Begonnen mit dem Blumentopf aus Papier, ummantelt mit Stoff und gefüllt mit den Resten des Küchenschwamms.
Gefolgt von den Monstern Blättern. Für diese habe ich Papier grün angemalt, Draht darauf geklebt und nochmal ein Stück grünes Papier darüber, Dann die Blätter in Form schneiden und mit Details bemalen. Nun ganz einfach die Blätter in den Topf stecken (ggf. festkleben) und fertig,

Hier darf man spielen, ausprobieren und auch mal etwas wieder verwerfen. Denn nichts muss perfekt sein.
6. Finale
Am Ende habe ich alle Elemente lose im Koffer arrangiert. Ganz bewusst ohne alles festzukleben.
So kann:
- umgestellt werden
- Neues dazukommen
- das Puppenhaus mitwachsen
Das Maushaus ist damit fertig genug – und genau so richtig.

Tipps aus der Praxis
- Plane kein festes Endergebnis
- Arbeite in kleinen Etappen
- Kombiniere Selbstgemachtes mit Gekauftem
- Lass Platz für Fantasie
Dieses DIY lebt von Ruhe, nicht von Tempo.

Alle Details in meinen Videos zusammengefasst:
Fazit
Ein Maushaus im Koffer ist ein kreatives und liebevolles DIY-Projekt gemacht um Erinnerungen zu schaffen. Das mobile Spiekhaus für unterwegs ist der perfekte Begleiter,
Es entsteht nicht an einem Nachmittag – sondern mit Zeit, Lust und kleinen Momenten zwischendurch. Und genau das macht es so wertvoll.
Viel Spaß beim nachmachen!
Verena
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