Puppenhaus Makeover | Aus altem Fundstück wird ein Traumhaus für meine Tochter
Manchmal liegen kleine Schätze direkt vor unseren Füßen – man muss sie nur entdecken. Genau so ging es mir, als ich an einem alten Puppenhaus am Straßenrand vorbeikam. Ich wusste sofort: So Puppenhaus wollte ich schon lange für meine Tochter machen. Es war ein kleines Zeichen für mich, ein DIY-Projekt, das nicht nur Kreativität forderte, sondern auch Herz. So startete ich mein Puppenhaus-Makeover.
Planung und Vorbereitung
Bevor ich loslegte, habe ich mir zuerst einen detaillierten Plan gemacht. Ich wollte sicher sein, dass jedes Detail passt – von den Farben über die Muster bis hin zu den Böden in jedem Raum. Dazu habe ich zunächst ein Moodboard erstellt, auf dem ich meine Ideen für Farben, Bodenbeläge und Muster gesammelt habe. Anschließend habe ich die Tapeten selbst designt und in Photoshop alles digital in das Puppenhaus „eingebaut“, um zu sehen, wie es später wirken würde.
Für einige klingt das vielleicht verrückt, aber so konnte ich vorab beurteilen, ob mir die Kombinationen gefallen und ob die Proportionen stimmen. In diesen Teilen der Planung gehe ich immer voll auf – ich liebe es mir ausgiebig Gedanken über die Gestaltung zu machen.
Mein Plan
Das Puppenhaus sollte von außen hellgrün erstrahlen, ein neues Dach bekommen und innen liebevoll mit verschiedenen Mustern gestaltet werden – inklusive Bodenbelägen, Tapeten und kleinen Details wie Küchenpaneelen und Blumenkästen. Ich habe mir überlegt, welche Materialien ich verwenden wollte: Acrylfarbe, XXL-Eisstiele, Papierdrucke für Tapeten und Böden, Mod Podge und Heißkleber.
Vorher
So habe ich das Puppenhaus am Straßenrand gefunden. Ansicht in keinem schlechten Zustand, jedoch hat sich an der ein oder anderen Stelle die Tapete bereits gelöst.

Die Umsetzung
Die Basics außen
Der erste Schritt war die Vorbereitung der Außenseite. Ich begann damit, alle Fenster und Türen vorsichtig abzumontieren, damit nichts beschädigt wurde. Danach wurde das gesamte Haus gründlich abgeschliffen und gesäubert – alte Farbe und Schmutz mussten entfernt werden, damit die neue Farbe gut haftet. Für mich einer der langweiligsten Schritte, aber wohl einer der wichtigsten. Ohne Abschleifen ist das Risiko für ein abblättern der Farbe einfach zu groß. Das wäre bei all dem Aufwand sehr schade.
Die Außenwand:
Anschließend habe ich das Haus in einem hellen Grünton gestrichen, den habe ich gemeinsam mit meiner Tochter im Baumarkt ausgesucht. Ich habe eine matte Kreidefarbe für Möbel genutzt. Die Farbe verleiht dem Puppenhaus sofort ein frisches, freundliches Aussehen.

Das Dach:
Für das Dach habe ich mich für eine liebevolle, kreative, aber auch sehr aufwändige Lösung entschieden: XXL-Eisstiele. Ich habe die Enden abgeknipst und mit Kaffee eingefärbt, um einen natürlichen, etwas dunkleren Holzton zu erhalten. Danach habe ich die Stiele mit Heißkleber auf das Dach geklebt – ich Liebe das Ergebnis. Es wirkt leicht rustikal und filigran.


Die Basics innen
Natürlich wollte ich vor allem das Innere des Puppenhauses individuell gestalten.
Für den Boden habe ich unterschiedliche Bereiche geschaffen: Holzoptik für Wohnräume und Fliesenoptik für Küche und Bad. Alle Muster habe ich auf etwas dickerem Papier ausgedruckt und dann mit Mod Podge unter und über dem Papier fixiert. So entsteht ein langlebiger Boden, der sich leicht reinigen lässt. Ich empfehle ein nicht zu dünnes Papier, um das Wellen des Papiers zu minimieren. Es bleibt nicht ganz aus, aber mit ca. 200g Papierstärke hatte ich eine gute Basis.
Die Wände habe ich ebenfalls mit selbst gestalteten Tapeten beklebt. Auch hier kam Mod Podge zum Einsatz, um die Tapeten zu fixieren und gleichzeitig ein widerstandsfähiges Finish zu erzielen.


Für die Küche habe ich kleine Paneele aus Eisstielen gefertigt. Ich habe dafür eine Papier-Vorlage mit den genauen Maßen der Küchenwände gebastelt, die Stiele darauf geklebt, gestrichen und dann mit Mod Podge an den Wänden befestigt. Das verleiht der Küche meiner Meinung nach ein liebevolles, handgearbeitetes Detail, was das Puppenhaus noch gemütlicher wirken lässt.

Die Details außen
Für mich machen die kleinen Details den großen Unterschied:
Ich habe die Eingangstür weiß gestrichen, um einen harmonischen und freundlichen Kontrast zum hellgrünen Haus zu schaffen.
Neue Fensterläden habe ich aus den Holzresten der XXL-Eisstiele gebastelt und der Größe der Fenster angepasst. Leider habe ich es nicht geschafft die Mini-Scharniere richtig anzubringen, daher habe ich sie am Ende einfach fix an das Haus geklebt.

Für die Fensterrahmen habe ich weitere Holzreste auf die passende Länge und Breite geschnitten und im Anschluss um die Fenster (innen und außen) geklebt. Auch die Blumenkästen entstanden aus den Holzresten und wurden passend vor die Fenster geklebt.
Diese kleinen, selbst gemachten Details geben dem Puppenhaus seinen besonderen Charme und machen es für mich zu einem liebevollen Einzelstück.
Das Einrichten

Nach vielen Stunden und Mühen des Make Overs ging es endlich ans einrichten. Hier habe ich eine bunte Mischung aus neuen, selbst gebastelten, vererbten und 3D-gedruckten Möbeln genutzt.
Was habe ich selbst gemacht?
Aus Karton und etwas Farbe habe ich einen großen Standspiegel gebastelt. Für das 3D gedruckte Bett habe ich aus Spülschwämmen, etwas Filz und einem alten Vorhangstoff eine Matratze gebastelt. Ein Bettdeck und Kissen stehen noch auf meiner ToDo Liste.

Dann habe ich von meiner Mutter alte Puppenhaus Möbel, die sie selbst noch im Keller gefunden hat vermacht bekommen. Die Esszimmermöbel, bestehend aus Tisch, Stühlen und Uhr, habe ich so belassen. Die Küche habe ich etwas geupcycelt und aus dem vorherigen dunklen braun ein helles grün gezaubert. Ich hatte sehr lange überlegt ob das eine gute Idee ist, bin nun aber sehr froh diese Mischung gemacht zu haben.


3D Druck Möbel im Puppenhaus
Dank des 3D Druckers meines Mannes konnte ich recht günstig und einfach Möbel nach Bedarf drucken. Darunter waren ein Bett, ein Regal, eine Badewanne und ein WC. Das absolute Highlight sind für mich die Lampen.
Neue Möbel
Ein paar Möbel habe ich aus Zeit- und Perfektionismus Gründen neu gekauft 🙂
Dazu gehören:
- Kühlschrank (Affiliate Link)
- Couch (Affiliate Link)
- Sessel (Affiliate Link)
- Teppich
- Schrank
- und ein paar Kleinigkeiten wie Teller, Backblech etc.





Beleuchtung
Eines der Highlights im Puppenhaus sind die tatsächlich funktionierenden Lampen.
Dafür habe ich einfache Mini LED Teelichter (Affiliate Link) genutzt und in 3D gedruckte Lampenschirme eingesetzt. So kann meine Tochter ganz einfach die Lichter per Fernbedienung ein- und ausschalten.
Alle meine Materialien
Werkstoffe
(Hinweis: Die Liste enthält Affiliate-Links. Für dich entstehen keine Mehrkosten.)
- Eisstiele XXL
- Diese Eisstiele sind nochmal günstiger, als meine aus dem Bastelladen)
- Alternativ kannst du bereits fertig zugeschnittene Ziegel nutzen. z.B diese hier
- Eisstiele Klein
- Möbelfarbe außen
- Schleifpapier und Block
- Gehrungsschere
- Druckerpapier
- Modpodge
- Möbel Abbeizer
- Acrylfarbe Set
Einrichtung
- Kühlschrank (Affiliate Link)
- Couch (Affiliate Link),
- Sessel (Affiliate Link),
- Teppich (Tedi)
- Teller-Set (Tedi)
- Back-Set (Tedi)
- Blumen (Tedi)
- Mini LED Teelichter

Tipps für ein erfolgreiches Puppenhaus Makeover
- Plane genügend Zeit ein: Trocknungszeiten von Farbe, Mod Podge und Heißkleber sind entscheidend für ein sauberes Ergebnis. Und es wird sicherlich auch einiges nicht nach Plan laufen. Ich musste das ein oder andere Neu machen, da das Ergebnis nicht nach meinen Vorstellungen war oder unschön aussah.
- Nutze Recycling-Materialien: Eisstiele, Holzreste und alte Möbelteile lassen sich perfekt für Puppenhaus-Details einsetzen.
- Kreativität zählt: Dein eigener Geschmack, selbstgestaltete Tapeten und Böden machen das Puppenhaus einzigartig.
- Kleine Details beachten: Türen, Fensterrahmen und Blumenkästen verleihen dem Haus Persönlichkeit.
Mein Fazit
Dieses Puppenhaus Makeover hat nicht nur mir Freude bereitet, sondern ist auch ein persönliches Geschenk für meine Tochter geworden, was hoffentlich immer in Erinnerung bleibt.
Natürlich lief zwischendurch nicht immer alles rund. Es gab einige Momente, in denen ich kurz davor war, das Projekt aufzugeben, weil es nicht so funktionierte wie geplant oder ich mit Details unzufrieden war. Aber gerade diese Herausforderungen haben das DIY-Erlebnis spannend gemacht.
Am Ende hat es unglaublich viel Spaß gemacht, kreativ zu arbeiten und ich liebe das Ergebnis. Es zeigt, dass man aus alten, scheinbar nutzlosen Dingen kleine Schätze machen kann. Mit etwas Geduld, Kreativität und Liebe zum Detail wird aus einem alten Fundstück ein Traumhaus voller Charme – ein Projekt, das sich wirklich lohnt.
Wäre das auch etwas für dich?
Verena
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